Diese Seite sammelt geprüfte Kennzahlen zu Rohr- und Kanalschäden, Kanalzustand, Abwassergebühren und Wasserverbrauch in Deutschland an einem Ort. Jede Zahl stammt aus einer benannten Primärquelle – etwa dem GDV, der DWA, dem Statistischen Bundesamt oder dem BDEW – und ist mit Herausgeber und Bezugsjahr versehen. Journalistinnen, Redaktionen und Versicherungsfachleute können die Angaben direkt mit Quellenverweis übernehmen.
Jede Aussage ist so formuliert, dass sie sich wörtlich übernehmen lässt. Die zugehörige Quelle steht weiter unten in der Quellenübersicht.
Laut GDV entfiel zwischen 2004 und 2023 mit 49 Prozent knapp die Hälfte des gesamten Schadenaufwands der deutschen Wohngebäudeversicherung auf Leitungswasserschäden – mehr als auf jede andere einzelne Schadenursache wie Sturm, Hagel oder Feuer. Für das Jahr 2023 bezifferte der GDV den Schadenaufwand durch Leitungswasser auf 4,5 Milliarden Euro, ein Anstieg von 17 Prozent gegenüber den 3,8 Milliarden Euro des Vorjahres 2022. Eine weitere GDV-Auswertung kommt für den Durchschnitt der Jahre 2005 bis 2024 unabhängig auf einen ähnlichen Anteil: Auch hier entfielen 49 Prozent des jährlichen Schadenaufwands von rund 5,5 Milliarden Euro in der Wohngebäudeversicherung auf Leitungswasserschäden.
Auch in den Jahren davor bestimmte Leitungswasser das Schadengeschehen: 2020 verursachte es laut GDV einen Schadenaufwand von etwa 3 Milliarden Euro, was 57 Prozent der gesamten Schadenaufwendungen von 5,7 Milliarden Euro in der Wohngebäudeversicherung entsprach. Nach dem GDV-Schadenindex meldeten die deutschen Wohngebäudeversicherer 2019 rund 1,1 Millionen Leitungswasserschäden; die durchschnittliche Schadenhöhe je Fall stieg in jenem Jahr um knapp 7 Prozent auf 2.881 Euro.
Wirtschaftlich zeigt sich die Verbundene Wohngebäudeversicherung zuletzt stabiler: Die Schaden-Kostenquote (Combined Ratio) sank laut GDV 2024 auf 99,6 Prozent, nach 103,3 Prozent im Jahr 2023 – ein Wert über 100 Prozent bedeutet dabei einen versicherungstechnischen Verlust. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen 2024 um 11,9 Prozent auf 13.254 Millionen Euro, nach einem Plus von 16,5 Prozent im Vorjahr, während die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle auf 9.450 Millionen Euro kletterten, ein Plus von 9,4 Prozent. Die Schadenquote – das Verhältnis der Versicherungsleistungen zu den verdienten Beiträgen – sank 2024 auf 72,8 Prozent von 75,3 Prozent im Jahr davor. Zwischen 2010 und 2020 waren die Bruttobeiträge der Sparte im Jahresdurchschnitt bereits um 6,3 Prozent gewachsen, wie der GDV ausweist.
| Kennzahl | Wert | Bezugsjahr | Herausgeber |
|---|---|---|---|
| Auf Leitungswasserschäden entfiel in der deutschen Wohngebäudeversicherung zwischen 2004 und 2023 mit 49 Prozent knapp die Hälfte des gesamten Schadenaufwands – mehr als auf jede andere einzelne Schadenursache wie Sturm, Hagel oder Feuer. | 49 % | 2004–2023 | GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.) |
| Der GDV rechnete für Leitungswasserschäden in der deutschen Wohngebäudeversicherung 2023 mit einem um 17 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro gestiegenen Schadenaufwand, nach 3,8 Milliarden Euro im Vorjahr 2022. | 4,5 Mrd. Euro | 2023 | GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.) |
| Im Jahr 2020 verursachten Leitungswasserschäden in der deutschen Wohngebäudeversicherung einen Schadenaufwand von etwa 3 Milliarden Euro und damit 57 Prozent der gesamten Schadenaufwendungen von 5,7 Milliarden Euro in diesem Versicherungszweig. | etwa 3 Mrd. Euro | 2020 | GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.) |
| Nach Angaben des GDV-Schadenindex registrierten die deutschen Wohngebäudeversicherer im Jahr 2019 rund 1,1 Millionen gemeldete Leitungswasserschäden. | rund 1,1 Millionen | 2019 | GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.) |
| Die durchschnittliche Schadenhöhe je Leitungswasserschaden stieg in der deutschen Wohngebäudeversicherung 2019 laut GDV-Schadenindex um knapp 7 Prozent auf 2.881 Euro. | 2.881 Euro | 2019 | GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.) |
| Die Schaden-Kostenquote (Combined Ratio) der Verbundenen Wohngebäudeversicherung lag 2024 bei 99,6 Prozent, nach 103,3 Prozent im Jahr 2023. | 99,6 % | 2024 | Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Die gebuchten Bruttobeiträge in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung stiegen 2024 um 11,9 Prozent auf 13.254 Millionen Euro, nach einem Plus von 16,5 Prozent im Vorjahr. | 13.254 Mio. Euro (+11,9 %) | 2024 | Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Im Durchschnitt der Jahre 2005 bis 2024 entfielen 49 Prozent des jährlichen Schadenaufwands von rund 5,5 Milliarden Euro in der Wohngebäudeversicherung auf Leitungswasserschäden – mehr als auf jede andere Einzelgefahr. | 49 % | 2005-2024 | Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle (Leistungen) in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung erreichten 2024 9.450 Millionen Euro – ein Plus von 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. | 9.450 Mio. Euro (+9,4 %) | 2024 | Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Die Schadenquote der Verbundenen Wohngebäudeversicherung, also das Verhältnis der Versicherungsleistungen zu den verdienten Beiträgen, sank 2024 auf 72,8 Prozent, von 75,3 Prozent im Jahr 2023. | 72,8 % | 2024 | Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Zwischen 2010 und 2020 wuchsen die Bruttobeiträge in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung im Jahresdurchschnitt um 6,3 Prozent. | 6,3 % p. a. | 2010-2020 | Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
Knapp ein Fünftel des deutschen Kanalnetzes muss kurz- bis mittelfristig saniert werden: Die achte DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation ermittelte auf Basis von Daten aus dem Jahr 2018 einen hochgerechneten Sanierungsbedarf von 18,7 Prozent der öffentlichen Kanalhaltungen. In der vorangegangenen Erhebung, die auf Daten aus dem Jahr 2013 beruhte, lag dieser Wert noch bei 19,4 Prozent – die Situation hat sich der DWA zufolge also leicht verbessert, bleibt aber auf hohem Niveau.
Mit dem Sanierungstempo hält die Branche kaum Schritt: Der Anteil der jährlich sanierten Kanalnetzkilometer liegt laut DWA bei etwa 1 Prozent, was für den Zeitraum 2014 bis 2018 einer kumulierten Sanierungsrate von 5,3 Prozent entspricht. An der achten DWA-Umfrage beteiligten sich 423 Kanalnetzbetreiber aus dem gesamten Bundesgebiet, die zusammen 28,6 Millionen Einwohner beziehungsweise 34,7 Prozent der deutschen Bevölkerung repräsentieren; die teilnehmenden Betreiber stehen für ein öffentliches Kanalnetz von 126.161 Kilometern Länge, rund 21 Prozent des gesamten deutschen Kanalnetzes.
| Kennzahl | Wert | Bezugsjahr | Herausgeber |
|---|---|---|---|
| Hochgerechnet auf das gesamte deutsche Kanalnetz weisen 18,7 Prozent der öffentlichen Kanalhaltungen einen kurz- bis mittelfristigen Sanierungsbedarf auf, wie die achte DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation auf Basis von Daten aus dem Jahr 2018 ermittelt hat. | 18,7 % | 2018 | DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| In der vorangegangenen DWA-Umfrage, die auf Daten aus dem Jahr 2013 beruhte, lag der bundesweit hochgerechnete kurz- bis mittelfristige Sanierungsbedarf der öffentlichen Kanalisation noch bei 19,4 Prozent, der Wert hat sich bis zur Erhebung 2018 also leicht verbessert. | 19,4 % | 2013 | DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| Der Anteil der jährlich sanierten Kanalnetzkilometer in Deutschland liegt laut DWA bei etwa 1 Prozent, was für den Zeitraum 2014 bis 2018 einer kumulierten Sanierungsrate von 5,3 Prozent entspricht. | rund 1 % | 2014–2018 | DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| An der achten DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation in Deutschland beteiligten sich 423 Kanalnetzbetreiber aus dem gesamten Bundesgebiet, die zusammen 28,6 Millionen Einwohner beziehungsweise 34,7 Prozent der deutschen Bevölkerung repräsentieren. | 423 Netzbetreiber | 2018 | DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| Die an der DWA-Umfrage 2020 teilnehmenden Netzbetreiber repräsentieren zusammen ein öffentliches Kanalnetz von 126.161 Kilometern Länge, was rund 21 Prozent des gesamten deutschen Kanalnetzes entspricht. | 126.161 km | 2018 | DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
Um Kanalnetze, Kläranlagen und Regenentlastungsanlagen instand zu halten und an den Klimawandel anzupassen, muss die deutsche Abwasserentsorgung von 2025 bis 2044 rund 512 Milliarden Euro investieren, im Schnitt etwa 26 Milliarden Euro pro Jahr. Das ermittelte eine Studie der Beratungsgesellschaft Becker Büttner Held (BBH) im Auftrag des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU). Um diesen Bedarf zu decken, müsste die kommunale Wasser- und Abwasserwirtschaft ihre jährlichen Investitionen von zuletzt rund 10 Milliarden Euro auf durchschnittlich rund 40 Milliarden Euro vervierfachen, wie dieselbe Studie zeigt.
Tatsächlich investiert wurde 2022 deutlich weniger: Die öffentliche Abwasserbeseitigung wendete in jenem Jahr laut BDEW rund 7,0 Milliarden Euro für Kanalnetze und Kläranlagen auf. Die Lücke zum ermittelten Bedarf erklärt sich auch aus dem Sanierungsstau, den die DWA beschreibt: Hochgerechnet auf das gesamte Kanalnetz weisen 18,7 Prozent der rund 594.000 Kilometer langen Kanalisation Schäden auf, die kurz- bis mittelfristig behoben werden müssen – die DWA-Hochrechnung legt dabei eine andere Gesamtlänge zugrunde als die amtliche Statistik, da sie auf einer Umfrage unter teilnehmenden Netzbetreibern beruht. Bei einer jährlichen Sanierungsquote von im Schnitt nur rund einem Prozent lässt sich der Zustand des Netzes laut DWA damit allenfalls halten, aber kaum verbessern.
| Kennzahl | Wert | Bezugsjahr | Herausgeber |
|---|---|---|---|
| Um ihre Kanalnetze, Kläranlagen und Regenentlastungsanlagen instand zu halten und an den Klimawandel anzupassen, muss die deutsche Abwasserentsorgung von 2025 bis 2044 rund 512 Milliarden Euro investieren – im Schnitt etwa 26 Milliarden Euro pro Jahr –, wie eine von der Beratungsgesellschaft Becker Büttner Held (BBH) im Auftrag des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) erstellte Studie ermittelt hat. | 512 Mrd. Euro | 2025-2044 | Becker Büttner Held (BBH) im Auftrag des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) |
| Die kommunale Wasser- und Abwasserwirtschaft müsste ihre jährlichen Investitionen von zuletzt rund 10 Milliarden Euro auf durchschnittlich rund 40 Milliarden Euro vervierfachen, um den ermittelten Investitionsbedarf der Jahre 2025 bis 2044 zu decken, wie die von Becker Büttner Held (BBH) im Auftrag des VKU erstellte Studie zeigt. | 40 Mrd. Euro pro Jahr | 2025-2044 | Becker Büttner Held (BBH) im Auftrag des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) |
| Die öffentliche Abwasserbeseitigung in Deutschland investierte im Jahr 2022 rund 7,0 Milliarden Euro in ihre Kanalnetze und Kläranlagen, wie der Energie- und Wasserwirtschaftsverband BDEW in seiner Datenbroschüre „Abwasserdaten Deutschland" ausweist. | 7,0 Mrd. Euro | 2022 | BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. |
| Knapp ein Fünftel des öffentlichen Kanalnetzes in Deutschland – hochgerechnet 18,7 Prozent der rund 594.000 Kilometer langen Kanalisation – weist Schäden auf, die kurz- bis mittelfristig saniert werden müssen, wie die DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation für das Erhebungsjahr 2018 ermittelt hat. | 18,7 Prozent | 2018 | DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. |
| Die deutsche Abwasserwirtschaft saniert im Schnitt nur rund ein Prozent ihres öffentlichen Kanalnetzes pro Jahr – bei einer angenommenen Nutzungsdauer von 100 Jahren lässt sich der Zustand der Kanalisation damit laut DWA allenfalls halten, aber nicht verbessern. | 1 Prozent pro Jahr | 2014-2018 | DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. |
Das öffentliche Kanalnetz in Deutschland ist einer Hochrechnung der DWA zufolge im bundesweiten Schnitt 36,9 Jahre alt. Nach amtlicher Statistik des Statistischen Bundesamtes wurden rund 21,1 Prozent des Netzes – 130.740,5 von insgesamt 619.283,5 Kilometern – bereits bis 1970 gebaut und zählen damit zu den ältesten noch erfassten Abschnitten. Besonders betagt ist die Kanalisation in Großstädten: In Kommunen mit mehr als 250.000 Einwohnerinnen und Einwohnern sind laut DWA-Umfrage über 15 Prozent des Netzes älter als 100 Jahre, das Durchschnittsalter liegt dort bei 55,4 Jahren. Für die Bewertung des Sanierungsbedarfs legt die DWA der Kanalisation eine angenommene Nutzungs- beziehungsweise Abschreibungsdauer von 100 Jahren zugrunde.
Beim Material dominiert nach wie vor Beton: Beton beziehungsweise Stahlbeton ist mit einem bundesweit hochgerechneten Anteil von 39,3 Prozent das am häufigsten verbaute Rohrmaterial im deutschen Kanalnetz, gefolgt von Steinzeug mit 30,8 Prozent. Kunststoffrohre kommen auf einen Anteil von 17,7 Prozent, wobei ihr Anteil laut DWA im Vergleich zu früheren Umfragen weiter zunimmt.
| Kennzahl | Wert | Bezugsjahr | Herausgeber |
|---|---|---|---|
| Das öffentliche Kanalnetz in Deutschland ist einer Hochrechnung der DWA zufolge im bundesweiten Schnitt 36,9 Jahre alt. | 36,9 Jahre | 2018 | DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| Rund 21,1 Prozent des deutschen Kanalnetzes – 130.740,5 von insgesamt 619.283,5 Kilometern – wurden laut amtlicher Statistik bis 1970 gebaut und zählen damit zu den ältesten noch erfassten Netzabschnitten. | 21,1 % | 2022 | Statistisches Bundesamt (Destatis) |
| Beton beziehungsweise Stahlbeton ist mit einem bundesweit hochgerechneten Anteil von 39,3 Prozent das am häufigsten verbaute Rohrmaterial im deutschen Kanalnetz. | 39,3 % | 2018 | DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| Steinzeug folgt mit einem hochgerechneten Anteil von 30,8 Prozent als zweithäufigstes Rohrmaterial im deutschen Kanalnetz. | 30,8 % | 2018 | DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| Kunststoffrohre kommen bundesweit auf einen hochgerechneten Anteil von 17,7 Prozent am Kanalnetz, und ihr Anteil nimmt laut DWA im Vergleich zu früheren Umfragen weiter zu. | 17,7 % | 2018 | DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| In deutschen Großstädten mit mehr als 250.000 Einwohnerinnen und Einwohnern sind laut DWA-Umfrage über 15 Prozent des Kanalnetzes älter als 100 Jahre, das Durchschnittsalter der Kanalisation liegt dort bei 55,4 Jahren. | über 15 % | 2018 | DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| Für die Bewertung des Sanierungsbedarfs legt die DWA der deutschen Kanalisation eine angenommene Nutzungs- beziehungsweise Abschreibungsdauer von 100 Jahren zugrunde. | 100 Jahre | 2018 | DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
Das öffentliche Kanalnetz in Deutschland erstreckte sich 2022 laut Statistischem Bundesamt über rund 619.000 Kilometer. Davon waren rund 249.000 Kilometer als Mischwasserkanalisation ausgeführt, in der Regen- und Schmutzwasser gemeinsam zur Kläranlage abgeleitet werden. 96,3 Prozent der Bevölkerung waren 2022 an eine zentrale, inländische Kläranlage angeschlossen.
Rund 8.700 öffentliche Kläranlagen behandelten 2022 das Abwasser der angeschlossenen Haushalte und Betriebe; insgesamt wurden in ihnen über 8,33 Milliarden Kubikmeter Abwasser gereinigt, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Zum Schutz vor Überlastung bei Starkregen stieg die Zahl der Regenentlastungsanlagen wie Regenrückhaltebecken und Regenüberläufe bis 2022 auf rund 81.550 Anlagen, ein Plus von 5,7 Prozent gegenüber der vorangegangenen Erhebung 2019.
| Kennzahl | Wert | Bezugsjahr | Herausgeber |
|---|---|---|---|
| Das öffentliche Kanalnetz in Deutschland erstreckte sich im Jahr 2022 über rund 619.000 Kilometer, wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat. | rund 619.000 km | 2022 | Statistisches Bundesamt (Destatis) |
| Im Jahr 2022 waren 96,3 Prozent der Bevölkerung in Deutschland an eine zentrale, inländische Kläranlage angeschlossen, wie das Statistische Bundesamt in seiner amtlichen Abwasserstatistik ausweist. | 96,3 % | 2022 | Statistisches Bundesamt (Destatis) |
| In den öffentlichen Kläranlagen Deutschlands wurden im Jahr 2022 über 8,33 Milliarden Kubikmeter Abwasser behandelt, wie das Statistische Bundesamt berichtet. | über 8,33 Mrd. m³ | 2022 | Statistisches Bundesamt (Destatis) |
| In Deutschland behandelten im Jahr 2022 rund 8.700 öffentliche Kläranlagen das Abwasser der angeschlossenen Haushalte und Betriebe, wie aus der amtlichen Statistik des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. | rund 8.700 Kläranlagen | 2022 | Statistisches Bundesamt (Destatis) |
| Von den insgesamt rund 619.000 Kilometern des deutschen Kanalnetzes waren im Jahr 2022 rund 249.000 Kilometer als Mischwasserkanalisation ausgeführt, in der Regen- und Schmutzwasser gemeinsam zur Kläranlage abgeleitet werden, wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat. | rund 249.000 km | 2022 | Statistisches Bundesamt (Destatis) |
| Die Zahl der Regenentlastungsanlagen wie Regenrückhaltebecken und Regenüberläufe stieg in Deutschland bis zum Jahr 2022 auf rund 81.550 Anlagen – ein Plus von 5,7 Prozent gegenüber der vorangegangenen Erhebung 2019, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. | rund 81.550 Regenentlastungsanlagen | 2022 | Statistisches Bundesamt (Destatis) |
Die häufigste bauliche Schadensursache an deutschen Abwasserkanälen ist laut DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation ein einragender oder schadhafter Anschluss, auf den 2018 ein Anteil von 27,3 Prozent aller baulichen Schäden entfiel. Es folgen Rissbildung mit 25,7 Prozent sowie verschobene Rohrverbindungen oder in das Rohrinnere ragende Dichtungen mit 18,6 Prozent.
Bei den betrieblichen Schäden dominiert eine andere Ursache: Wurzeleinwuchs verursachte 2018 mit 33,7 Prozent gut ein Drittel aller betrieblichen Schäden an öffentlichen Abwasserkanälen, wie dieselbe DWA-Umfrage zeigt. Anhaftende Stoffe im Rohrinneren waren mit 20,5 Prozent die zweithäufigste betriebliche Schadensursache, gefolgt von Infiltration – eindringendem Fremdwasser an undichten Stellen – mit 17,7 Prozent und Ablagerungen im Kanal mit 16,6 Prozent.
| Kennzahl | Wert | Bezugsjahr | Herausgeber |
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| Ein einragender oder schadhafter Anschluss war 2018 mit einem Anteil von 27,3 Prozent die häufigste bauliche Schadensart an öffentlichen Abwasserkanälen in Deutschland, wie die achte DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation ermittelte. | 27,3 % | 2018 | Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) |
| Rissbildung war 2018 mit einem Anteil von 25,7 Prozent die zweithäufigste bauliche Schadensart an öffentlichen Abwasserkanälen in Deutschland, wie die DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation zeigt. | 25,7 % | 2018 | Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) |
| Bei 18,6 Prozent der baulichen Schäden an deutschen Abwasserkanälen war 2018 die Rohrverbindung verschoben oder die Dichtung ragte in das Rohrinnere ein, wie die DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation ermittelte. | 18,6 % | 2018 | Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) |
| Wurzeleinwuchs verursachte 2018 mit 33,7 Prozent gut ein Drittel aller betrieblichen Schäden an öffentlichen Abwasserkanälen in Deutschland, wie die DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation zeigt. | 33,7 % | 2018 | Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) |
| Anhaftende Stoffe im Rohrinneren waren 2018 für 20,5 Prozent der betrieblichen Schäden an deutschen Abwasserkanälen verantwortlich und damit nach Wurzeleinwuchs die zweithäufigste betriebliche Schadensursache, so die DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation. | 20,5 % | 2018 | Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) |
| Ablagerungen im Kanal verursachten 2018 einen Anteil von 16,6 Prozent der betrieblichen Schäden an öffentlichen Abwasserkanälen in Deutschland, wie die DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation zeigt. | 16,6 % | 2018 | Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) |
| Infiltration, also eindringendes Fremdwasser an undichten Stellen des Kanals, wurde 2018 bei 17,7 Prozent der betrieblichen Schäden an deutschen Abwasserkanälen festgestellt, wie die DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation zeigt. | 17,7 % | 2018 | Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) |
Sehr deutlich: Im Abwassergebührenranking 2023 von IW Consult im Auftrag von Haus & Grund Deutschland zahlt eine vierköpfige Musterfamilie in Worms mit 245,17 Euro im Jahr die niedrigsten Abwassergebühren unter den 100 größten deutschen Städten, während dieselbe Familie in Mönchengladbach mit 985,15 Euro bundesweit am meisten zahlt. Zwischen beiden Städten liegt damit eine Spannweite von 739,98 Euro im Jahr.
Auch auf Ebene einzelner Gebührenmodelle zeigen sich Unterschiede: Je nachdem, ob nur ein Abwasserentgelt oder ein kombiniertes Abwasser-, Niederschlagswasser- und Grundentgelt erhoben wird, zahlte ein deutscher Durchschnittshaushalt 2022 zwischen 241,58 Euro und 368,48 Euro im Jahr, wie BDEW und Statistisches Bundesamt ausweisen. Im längerfristigen Trend steigen die Gebühren aber langsamer als die allgemeinen Lebenshaltungskosten: Der Verbraucherpreisindex für die Abwasserentsorgung kletterte von 2010 bis 2025 von 100,0 auf 123,1 Punkte, während der Index der Lebenshaltungskosten insgesamt im gleichen Zeitraum von 100,0 auf 138,4 Punkte stieg.
| Kennzahl | Wert | Bezugsjahr | Herausgeber |
|---|---|---|---|
| Im Abwassergebührenranking 2023 von IW Consult im Auftrag von Haus & Grund Deutschland zahlt die vierköpfige Musterfamilie in Worms mit 245,17 Euro im Jahr die niedrigsten Abwassergebühren unter den 100 größten deutschen Städten. | 245,17 Euro pro Jahr | 2023 | IW Consult GmbH (Institut der deutschen Wirtschaft Köln) im Auftrag von Haus & Grund Deutschland |
| Im selben Ranking sind die Abwassergebühren in Mönchengladbach mit 985,15 Euro im Jahr für die Musterfamilie bundesweit am höchsten. | 985,15 Euro pro Jahr | 2023 | IW Consult GmbH (Institut der deutschen Wirtschaft Köln) im Auftrag von Haus & Grund Deutschland |
| Zwischen der günstigsten Stadt Worms (245,17 Euro) und der teuersten Stadt Mönchengladbach (985,15 Euro) liegt bei den Abwassergebühren eine Spannweite von 739,98 Euro im Jahr für die Musterfamilie. | 739,98 Euro pro Jahr | 2023 | IW Consult GmbH (Institut der deutschen Wirtschaft Köln) im Auftrag von Haus & Grund Deutschland |
| Je nach Gebührenmodell zahlte ein Durchschnittshaushalt in Deutschland 2022 zwischen 241,58 Euro bei einem reinen Abwasserentgelt und 368,48 Euro bei einem kombinierten Abwasser-, Niederschlagswasser- und Grundentgelt jährlich für die Abwasserentsorgung. | 241,58 bis 368,48 Euro pro Jahr | 2022 | BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. und Statistisches Bundesamt (Destatis) |
| Der Verbraucherpreisindex für die Abwasserentsorgung in Deutschland stieg von 2010 bis 2025 von 100,0 auf 123,1 Punkte und damit deutlich langsamer als die Lebenshaltungskosten insgesamt, deren Index im gleichen Zeitraum von 100,0 auf 138,4 Punkte kletterte. | 123,1 Punkte (2010=100) | 2025 | Statistisches Bundesamt (Destatis); grafische Aufbereitung: BDEW |
Erhebliche: Die Beseitigung von Faserzöpfen, die Feuchttücher in Pumpwerken bilden, kostet die Berliner Wasserbetriebe nach eigenen Angaben mittlerweile fast eine Million Euro pro Jahr – mehr als viermal so viel wie noch 2009. Der Entstörungsdienst der Berliner Wasserbetriebe rückt deswegen im Schnitt sechsmal täglich aus, weil Abwasserpumpen durch Feuchttücher-Zöpfe verstopft sind oder kurz davor stehen. Bei HAMBURG WASSER führten durch Feuchttücher verstopfte Pumpen 2022 zu mehr als 387 Einsätzen und Kosten von über 230.000 Euro, nach erst 42 Einsätzen im Jahr 2008.
Bundesweit summiert sich das nach Angaben der DWA auf jährliche Kosten in mehrstelliger Millionenhöhe für die deutschen Abwasserunternehmen. Ursache ist ein verbreitetes Fehlverhalten: Laut einer repräsentativen Civey-Umfrage im Auftrag des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) unter 5.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern hat mit 20,9 Prozent gut jeder fünfte Deutsche schon einmal Feuchttücher über die Toilette entsorgt.
| Kennzahl | Wert | Bezugsjahr | Herausgeber |
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| Die Beseitigung der durch Feuchttücher verursachten Faserzöpfe in den Pumpwerken kostet die Berliner Wasserbetriebe mittlerweile fast eine Million Euro pro Jahr – mehr als viermal so viel wie noch 2009. | fast 1 Million Euro | 2016 | Berliner Wasserbetriebe (Jan Waschnewski, Abteilung Forschung und Entwicklung) |
| Die Berliner Wasserbetriebe verzeichnen im Schnitt sechs Einsätze ihres Entstörungsdienstes pro Tag, weil Abwasserpumpen durch Feuchttücher-Zöpfe verstopft sind oder kurz davor stehen. | durchschnittlich 6 Einsätze pro Tag | 2016 | Berliner Wasserbetriebe (Stephan Natz, Unternehmenssprecher) |
| Bei HAMBURG WASSER führten durch Feuchttücher verstopfte Pumpen im Jahr 2022 zu mehr als 387 Einsätzen und Kosten von über 230.000 Euro – 2008 waren es erst 42 Einsätze. | über 230.000 Euro (387 Einsätze) | 2022 | HAMBURG WASSER (Hamburger Stadtentwässerung AöR) |
| Der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) zufolge entstehen den deutschen Abwasserunternehmen durch Feuchttücher und ähnliche, unsachgemäß über die Toilette entsorgte Materialien bundesweit jährlich Kosten in mehrstelliger Millionenhöhe. | mehrstellige Millionenhöhe (jährlich, bundesweit) | 2020 | Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) |
| Laut einer repräsentativen Civey-Umfrage im Auftrag des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) unter 5.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern hat mit 20,9 Prozent gut jeder fünfte Deutsche schon einmal Feuchttücher über die Toilette entsorgt. | 20,9 Prozent | 2025 | Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU), Umfrage durchgeführt von Civey |
Der größte Teil des täglichen Trinkwassergebrauchs in deutschen Haushalten entfällt mit rund 36 Prozent auf Baden, Duschen und Körperpflege, wie der BDEW ausweist. Es folgen die Toilettenspülung mit rund 27 Prozent, das Wäschewaschen mit etwa 12 Prozent und das Geschirrspülen mit rund 6 Prozent.
In der Summe ergibt das einen täglichen Pro-Kopf-Verbrauch, der mit Wetter und Lebensumständen schwankt: 2020 stieg er laut BDEW durch heiße Sommer und ein pandemiebedingt erhöhtes Hygienebedürfnis auf durchschnittlich bis zu 129 Liter pro Kopf und Tag. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag die Wasserabgabe an Haushalte und Kleingewerbe 2022 bei durchschnittlich 126 Litern je Einwohner und Tag.
| Kennzahl | Wert | Bezugsjahr | Herausgeber |
|---|---|---|---|
| Im Jahr 2020 stieg der Trinkwassergebrauch durch heiße Sommer und ein pandemiebedingt erhöhtes Hygienebedürfnis auf durchschnittlich bis zu 129 Liter pro Kopf und Tag. | 129 Liter | 2020 | BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. |
| Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag die Wasserabgabe an Haushalte und Kleingewerbe in Deutschland im Jahr 2022 bei durchschnittlich 126 Litern je Einwohner und Tag. | 126 Liter | 2022 | Statistisches Bundesamt (Destatis) |
| In deutschen Haushalten entfallen rund 36 Prozent des täglichen Trinkwassergebrauchs auf Baden, Duschen und Körperpflege – das ist der größte Einzelposten. | 36 % | 2023 | BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. |
| Rund 27 Prozent des häuslichen Trinkwassergebrauchs in Deutschland entfallen auf die Toilettenspülung. | 27 % | 2023 | BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. |
| Etwa 12 Prozent des täglichen Trinkwassergebrauchs deutscher Haushalte entfallen auf das Wäschewaschen. | 12 % | 2023 | BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. |
| Für das Geschirrspülen werden in deutschen Haushalten rund 6 Prozent des täglichen Trinkwassergebrauchs aufgewendet. | 6 % | 2023 | BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. |
Sehr unterschiedlich von Jahr zu Jahr: Das bislang schadenreichste Jahr für die Elementarschadenversicherung war 2021, als Starkregen, Sturzfluten und Hochwasser – allen voran die Flutkatastrophe im Ahrtal – der Sachversicherung laut GDV Elementarschäden von 12,6 Milliarden Euro bescherten. Im längerfristigen Zehnjahresvergleich stiegen die durchschnittlichen jährlichen Elementarschäden laut GDV von rund 1,4 Milliarden Euro (2000 bis 2009) auf rund 2,4 Milliarden Euro (2016 bis 2025).
Nach einem schadenstarken Jahr 2024 mit rund 2,6 Milliarden Euro Schadenaufwand und rund 255.000 Elementarschäden meldete der GDV für 2025 einen deutlichen Rückgang: nur noch rund 88.000 Schäden mit einem Schadenaufwand von rund 400 Millionen Euro. Für das erste Halbjahr 2026 registrierte der GDV dagegen wieder einen Anstieg – Starkregen und Überschwemmung verursachten in der deutschen Sachversicherung Schäden von rund 200 Millionen Euro und damit doppelt so viel wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Trotz der wiederkehrenden Großschadenjahre ist längst nicht jedes Gebäude gegen diese Risiken abgesichert: Ende 2024 waren laut GDV rund 57 Prozent der Wohngebäude in Deutschland – rund 10,2 Millionen Gebäude – gegen Überschwemmung durch Starkregen und Hochwasser sowie weitere Elementargefahren versichert.
| Kennzahl | Wert | Bezugsjahr | Herausgeber |
|---|---|---|---|
| Aktuellere GDV-Zahl (Medieninformation vom 30.04.2026): 2025 sanken die Elementarschäden (u.a. Starkregen/Überschwemmung) in der deutschen Sachversicherung auf rund 400 Mio. Euro – ein starker Rückgang gegenüber den 2,6 Mrd. Euro in 2024. | ~400 Mio. Euro (2025) statt 2,6 Mrd. Euro (2024) | 2024 | Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Aktuellere GDV-Zahl (Medieninformation vom 30.04.2026): 2025 zählten die deutschen Sachversicherer nur noch rund 88.000 Elementarschäden mit einem Schadenaufwand von rund 400 Mio. Euro (statt 255.000 Schäden / 2,6 Mrd. Euro in 2024). Einen Schadendurchschnitt je Fall für 2025 hat GDV in dieser Meldung nicht beziffert. | ~88.000 Schäden (2025) statt 255.000 (2024) | 2024 | Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Ende 2024 waren rund 57 Prozent der Wohngebäude in Deutschland – rund 10,2 Millionen Gebäude – gegen Überschwemmung durch Starkregen und Hochwasser sowie weitere Elementargefahren versichert, wie der GDV in seiner Statistik zur Elementarschadenversicherung mitteilt. | 57 % | 2024 | Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Die durchschnittlichen jährlichen Elementarschäden in der deutschen Sachversicherung sind laut GDV im Zehnjahresvergleich von rund 1,4 Milliarden Euro (2000 bis 2009) auf rund 2,4 Milliarden Euro (2016 bis 2025) gestiegen. | 2,4 Mrd. Euro | 2016–2025 | Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Das bislang schadenreichste Jahr für die Elementarschadenversicherung in Deutschland war 2021, als Starkregen, Sturzfluten und Hochwasser – allen voran die Flutkatastrophe im Ahrtal – der Sachversicherung Elementarschäden von 12,6 Milliarden Euro bescherten, wie aus der Schadenzeitreihe des GDV hervorgeht. | 12,6 Mrd. Euro | 2021 | Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Im ersten Halbjahr 2026 verursachten Starkregen und Überschwemmung in der deutschen Sachversicherung Schäden von rund 200 Millionen Euro und damit doppelt so viel wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, wie der GDV Anfang September 2026 mitteilte. | 200 Mio. Euro | 1. Halbjahr 2026 | Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
Der Begriff ist gesetzlich definiert: Nach § 9 des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes gilt in Deutschland abgegebenes Trinkwasser als hart, sobald es mehr als 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter beziehungsweise mehr als 14 Grad deutscher Härte enthält. Als weich definiert das Gesetz Wasser mit weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter, umgerechnet etwa 8,4 Grad deutscher Härte; der Bereich dazwischen gilt als mittel. Die Berliner Wasserbetriebe geben für ihr Trinkwasser nach eigenen Angaben eine Gesamthärte von 14 Grad deutscher Härte an und stufen es damit als eher hart ein, wobei die tatsächliche Härte je nach Wasserwerk und Bezirk abweichen kann.
Kalkablagerungen haben messbare Folgen für den Energieverbrauch: Einer vom DVGW zitierten, im Original allerdings nicht mehr auffindbaren Untersuchung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) zufolge mindert bereits eine ein Millimeter starke Kalkschicht auf den Heizelementen von Warmwassererzeugern den Wärmeübergang um rund 10 Prozent. Eine 2023 vom TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) im Auftrag des Herstellerverbands figawa erstellte Ökobilanz-Studie ermittelte für die einbezogenen Prozesse wie Warmwasserbereitung sowie Wasch-, Reinigungs- und Entkalkungsmittel eine Verringerung der CO2-Äquivalente um 8 Prozent gegenüber einem Szenario ohne Enthärtung. Die Studie selbst weist allerdings darauf hin, dass dieser Unterschied gemessen an den durchschnittlichen Pro-Kopf-Treibhausgasemissionen in Europa mit rund 0,1 Prozent vergleichsweise gering ausfällt.
| Kennzahl | Wert | Bezugsjahr | Herausgeber |
|---|---|---|---|
| Nach § 9 des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes gilt in Deutschland abgegebenes Trinkwasser als „hart“, sobald es mehr als 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter beziehungsweise mehr als 14 Grad deutscher Härte enthält. | > 2,5 mmol/l CaCO₃ (> 14 °dH) | 2007 | Deutscher Bundestag (Wasch- und Reinigungsmittelgesetz, WRMG) |
| Als „weich“ definiert das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz Trinkwasser mit weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter, was etwa 8,4 Grad deutscher Härte entspricht, während der Bereich „mittel“ von 1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter reicht. | < 1,5 mmol/l CaCO₃ (< 8,4 °dH) | 2007 | Deutscher Bundestag (Wasch- und Reinigungsmittelgesetz, WRMG) |
| Das von den Berliner Wasserbetrieben abgegebene Trinkwasser hat nach eigenen Angaben des Unternehmens eine Gesamthärte von 14 Grad deutscher Härte und gilt damit als eher hartes Wasser. Dies ist ein vereinfachter citywide-Richtwert auf der allgemeinen BWB-Infoseite; je nach Wasserwerk/Bezirk kann die tatsächliche Härte davon abweichen (laut Drittquellen, die sich auf detailliertere BWB-Daten berufen, etwa zwischen rund 15 und über 20 °dH). | 14 °dH | 2026 (laufende Angabe auf bwb.de; kein gesondertes historisches Bezugsjahr genannt) | Berliner Wasserbetriebe |
| Eine 2023 vom TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) im Auftrag des Herstellerverbands figawa erstellte Ökobilanz-Studie ermittelte im betrachteten Ausgangsszenario für die einbezogenen Prozesse (u. a. Warmwasserbereitung, Wasch-, Reinigungs- und Entkalkungsmittel) eine Verringerung der CO2-Äquivalente um 8 Prozent gegenüber dem Referenzszenario ohne Enthärtung – wobei die vom Enthärter selbst verursachten Mehremissionen durch Einsparungen an anderer Stelle überkompensiert werden. Die Studie weist selbst darauf hin, dass dieser Unterschied gemessen an den durchschnittlichen Pro-Kopf-Treibhausgasemissionen in Europa mit rund 0,1 % vergleichsweise gering ist. | 8 % CO2-Äquivalente, bezogen nur auf die im Ausgangsszenario einbezogenen Prozesse (nicht die gesamte Haushalts-Klimabilanz); laut Studie entspricht dies nur ca. 0,1 % der durchschnittlichen Pro-Kopf-Treibhausgasemissionen in Europa | 2023 | TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser / Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) |
| Einer vom DVGW zitierten Untersuchung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) zufolge mindert bereits eine ein Millimeter starke Kalkschicht auf den Heizelementen von Warmwassererzeugern den Wärmeübergang um rund 10 Prozent und erhöht dadurch den Energieverbrauch. | ca. 10 % geringerer Wärmeübergang pro 1 mm Kalkschicht | unbekannt – DEHOGA-Originalstudie nicht auffindbar; Angabe zitiert in DVGW-Publikation, Stand März 2024 | Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) |
Jede Zahl auf dieser Seite wurde auf die Stelle zurückgeführt, die sie erhoben hat, und anschließend ein zweites Mal unabhängig gegengeprüft. Angaben, die sich an der Originalquelle nicht wiederfinden ließen, stehen hier nicht.
| Aussage | Wert | Jahr | Quelle |
|---|---|---|---|
| Auf Leitungswasserschäden entfiel in der deutschen Wohngebäudeversicherung zwischen 2004 und 2023 mit 49 Prozent knapp die Hälfte des gesamten Schadenaufwands – mehr als auf jede andere einzelne Schadenursache wie Sturm, Hagel oder Feuer. | 49 % | 2004–2023 | GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.) GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.) |
| Der GDV rechnete für Leitungswasserschäden in der deutschen Wohngebäudeversicherung 2023 mit einem um 17 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro gestiegenen Schadenaufwand, nach 3,8 Milliarden Euro im Vorjahr 2022. | 4,5 Mrd. Euro | 2023 | GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.) GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.) |
| Im Jahr 2020 verursachten Leitungswasserschäden in der deutschen Wohngebäudeversicherung einen Schadenaufwand von etwa 3 Milliarden Euro und damit 57 Prozent der gesamten Schadenaufwendungen von 5,7 Milliarden Euro in diesem Versicherungszweig. | etwa 3 Mrd. Euro | 2020 | GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.) GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.) |
| Nach Angaben des GDV-Schadenindex registrierten die deutschen Wohngebäudeversicherer im Jahr 2019 rund 1,1 Millionen gemeldete Leitungswasserschäden. | rund 1,1 Millionen | 2019 | GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.) GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.) · Sekundärquelle |
| Die durchschnittliche Schadenhöhe je Leitungswasserschaden stieg in der deutschen Wohngebäudeversicherung 2019 laut GDV-Schadenindex um knapp 7 Prozent auf 2.881 Euro. | 2.881 Euro | 2019 | GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.) GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.) · Sekundärquelle |
| Aussage | Wert | Jahr | Quelle |
|---|---|---|---|
| Hochgerechnet auf das gesamte deutsche Kanalnetz weisen 18,7 Prozent der öffentlichen Kanalhaltungen einen kurz- bis mittelfristigen Sanierungsbedarf auf, wie die achte DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation auf Basis von Daten aus dem Jahr 2018 ermittelt hat. | 18,7 % | 2018 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020 DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| In der vorangegangenen DWA-Umfrage, die auf Daten aus dem Jahr 2013 beruhte, lag der bundesweit hochgerechnete kurz- bis mittelfristige Sanierungsbedarf der öffentlichen Kanalisation noch bei 19,4 Prozent, der Wert hat sich bis zur Erhebung 2018 also leicht verbessert. | 19,4 % | 2013 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2015 DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| Der Anteil der jährlich sanierten Kanalnetzkilometer in Deutschland liegt laut DWA bei etwa 1 Prozent, was für den Zeitraum 2014 bis 2018 einer kumulierten Sanierungsrate von 5,3 Prozent entspricht. | rund 1 % | 2014–2018 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020 DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| An der achten DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation in Deutschland beteiligten sich 423 Kanalnetzbetreiber aus dem gesamten Bundesgebiet, die zusammen 28,6 Millionen Einwohner beziehungsweise 34,7 Prozent der deutschen Bevölkerung repräsentieren. | 423 Netzbetreiber | 2018 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020 DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| Die an der DWA-Umfrage 2020 teilnehmenden Netzbetreiber repräsentieren zusammen ein öffentliches Kanalnetz von 126.161 Kilometern Länge, was rund 21 Prozent des gesamten deutschen Kanalnetzes entspricht. | 126.161 km | 2018 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020 DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| Das öffentliche Kanalnetz in Deutschland ist nach der Hochrechnung der DWA im bundesweiten Durchschnitt 36,9 Jahre alt. | 36,9 Jahre | 2018 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020 DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| Aussage | Wert | Jahr | Quelle |
|---|---|---|---|
| Das öffentliche Kanalnetz in Deutschland erstreckte sich im Jahr 2022 über rund 619.000 Kilometer, wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat. | rund 619.000 km | 2022 | Pressemitteilung Nr. 382: Öffentliche Abwasserbehandlung 2022 – Über 8,3 Milliarden Kubikmeter Abwasser in Kläranlagen behandelt (Statistisches Bundesamt, 7. Oktober 2024) Statistisches Bundesamt (Destatis) |
| Im Jahr 2022 waren 96,3 Prozent der Bevölkerung in Deutschland an eine zentrale, inländische Kläranlage angeschlossen, wie das Statistische Bundesamt in seiner amtlichen Abwasserstatistik ausweist. | 96,3 % | 2022 | Pressemitteilung Nr. 382: Öffentliche Abwasserbehandlung 2022 – Über 8,3 Milliarden Kubikmeter Abwasser in Kläranlagen behandelt (Statistisches Bundesamt, 7. Oktober 2024) Statistisches Bundesamt (Destatis) |
| In den öffentlichen Kläranlagen Deutschlands wurden im Jahr 2022 über 8,33 Milliarden Kubikmeter Abwasser behandelt, wie das Statistische Bundesamt berichtet. | über 8,33 Mrd. m³ | 2022 | Pressemitteilung Nr. 382: Öffentliche Abwasserbehandlung 2022 – Über 8,3 Milliarden Kubikmeter Abwasser in Kläranlagen behandelt (Statistisches Bundesamt, 7. Oktober 2024) Statistisches Bundesamt (Destatis) |
| In Deutschland behandelten im Jahr 2022 rund 8.700 öffentliche Kläranlagen das Abwasser der angeschlossenen Haushalte und Betriebe, wie aus der amtlichen Statistik des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. | rund 8.700 Kläranlagen | 2022 | Pressemitteilung Nr. 382: Öffentliche Abwasserbehandlung 2022 – Über 8,3 Milliarden Kubikmeter Abwasser in Kläranlagen behandelt (Statistisches Bundesamt, 7. Oktober 2024) Statistisches Bundesamt (Destatis) |
| Von den insgesamt rund 619.000 Kilometern des deutschen Kanalnetzes waren im Jahr 2022 rund 249.000 Kilometer als Mischwasserkanalisation ausgeführt, in der Regen- und Schmutzwasser gemeinsam zur Kläranlage abgeleitet werden, wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat. | rund 249.000 km | 2022 | Pressemitteilung Nr. 382: Öffentliche Abwasserbehandlung 2022 – Über 8,3 Milliarden Kubikmeter Abwasser in Kläranlagen behandelt (Statistisches Bundesamt, 7. Oktober 2024) Statistisches Bundesamt (Destatis) |
| Die Zahl der Regenentlastungsanlagen wie Regenrückhaltebecken und Regenüberläufe stieg in Deutschland bis zum Jahr 2022 auf rund 81.550 Anlagen – ein Plus von 5,7 Prozent gegenüber der vorangegangenen Erhebung 2019, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. | rund 81.550 Regenentlastungsanlagen | 2022 | Pressemitteilung Nr. 382: Öffentliche Abwasserbehandlung 2022 – Über 8,3 Milliarden Kubikmeter Abwasser in Kläranlagen behandelt (Statistisches Bundesamt, 7. Oktober 2024) Statistisches Bundesamt (Destatis) |
| Aussage | Wert | Jahr | Quelle |
|---|---|---|---|
| Im Abwassergebührenranking 2023 von IW Consult im Auftrag von Haus & Grund Deutschland zahlt die vierköpfige Musterfamilie in Worms mit 245,17 Euro im Jahr die niedrigsten Abwassergebühren unter den 100 größten deutschen Städten. | 245,17 Euro pro Jahr | 2023 | IW Consult GmbH (Institut der deutschen Wirtschaft Köln) im Auftrag von Haus & Grund Deutschland IW Consult GmbH (Institut der deutschen Wirtschaft Köln) im Auftrag von Haus & Grund Deutschland |
| Im selben Ranking sind die Abwassergebühren in Mönchengladbach mit 985,15 Euro im Jahr für die Musterfamilie bundesweit am höchsten. | 985,15 Euro pro Jahr | 2023 | IW Consult GmbH (Institut der deutschen Wirtschaft Köln) im Auftrag von Haus & Grund Deutschland IW Consult GmbH (Institut der deutschen Wirtschaft Köln) im Auftrag von Haus & Grund Deutschland |
| Zwischen der günstigsten Stadt Worms (245,17 Euro) und der teuersten Stadt Mönchengladbach (985,15 Euro) liegt bei den Abwassergebühren eine Spannweite von 739,98 Euro im Jahr für die Musterfamilie. | 739,98 Euro pro Jahr | 2023 | IW Consult GmbH (Institut der deutschen Wirtschaft Köln) im Auftrag von Haus & Grund Deutschland IW Consult GmbH (Institut der deutschen Wirtschaft Köln) im Auftrag von Haus & Grund Deutschland |
| Je nach Gebührenmodell zahlte ein Durchschnittshaushalt in Deutschland 2022 zwischen 241,58 Euro bei einem reinen Abwasserentgelt und 368,48 Euro bei einem kombinierten Abwasser-, Niederschlagswasser- und Grundentgelt jährlich für die Abwasserentsorgung. | 241,58 bis 368,48 Euro pro Jahr | 2022 | BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. und Statistisches Bundesamt (Destatis) BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. und Statistisches Bundesamt (Destatis) |
| Der Verbraucherpreisindex für die Abwasserentsorgung in Deutschland stieg von 2010 bis 2025 von 100,0 auf 123,1 Punkte und damit deutlich langsamer als die Lebenshaltungskosten insgesamt, deren Index im gleichen Zeitraum von 100,0 auf 138,4 Punkte kletterte. | 123,1 Punkte (2010=100) | 2025 | Statistisches Bundesamt (Destatis); grafische Aufbereitung: BDEW Statistisches Bundesamt (Destatis); grafische Aufbereitung: BDEW · Sekundärquelle |
| Aussage | Wert | Jahr | Quelle |
|---|---|---|---|
| Die Beseitigung der durch Feuchttücher verursachten Faserzöpfe in den Pumpwerken kostet die Berliner Wasserbetriebe mittlerweile fast eine Million Euro pro Jahr – mehr als viermal so viel wie noch 2009. | fast 1 Million Euro | 2016 | Berliner Wasserbetriebe (Jan Waschnewski, Abteilung Forschung und Entwicklung) Berliner Wasserbetriebe (Jan Waschnewski, Abteilung Forschung und Entwicklung) · Sekundärquelle |
| Die Berliner Wasserbetriebe verzeichnen im Schnitt sechs Einsätze ihres Entstörungsdienstes pro Tag, weil Abwasserpumpen durch Feuchttücher-Zöpfe verstopft sind oder kurz davor stehen. | durchschnittlich 6 Einsätze pro Tag | 2016 | Berliner Wasserbetriebe (Stephan Natz, Unternehmenssprecher) Berliner Wasserbetriebe (Stephan Natz, Unternehmenssprecher) · Sekundärquelle |
| Bei HAMBURG WASSER führten durch Feuchttücher verstopfte Pumpen im Jahr 2022 zu mehr als 387 Einsätzen und Kosten von über 230.000 Euro – 2008 waren es erst 42 Einsätze. | über 230.000 Euro (387 Einsätze) | 2022 | HAMBURG WASSER (Hamburger Stadtentwässerung AöR) HAMBURG WASSER (Hamburger Stadtentwässerung AöR) |
| Der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) zufolge entstehen den deutschen Abwasserunternehmen durch Feuchttücher und ähnliche, unsachgemäß über die Toilette entsorgte Materialien bundesweit jährlich Kosten in mehrstelliger Millionenhöhe. | mehrstellige Millionenhöhe (jährlich, bundesweit) | 2020 | Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) |
| Laut einer repräsentativen Civey-Umfrage im Auftrag des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) unter 5.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern hat mit 20,9 Prozent gut jeder fünfte Deutsche schon einmal Feuchttücher über die Toilette entsorgt. | 20,9 Prozent | 2025 | Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU), Umfrage durchgeführt von Civey Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU), Umfrage durchgeführt von Civey |
| Aussage | Wert | Jahr | Quelle |
|---|---|---|---|
| Um ihre Kanalnetze, Kläranlagen und Regenentlastungsanlagen instand zu halten und an den Klimawandel anzupassen, muss die deutsche Abwasserentsorgung von 2025 bis 2044 rund 512 Milliarden Euro investieren – im Schnitt etwa 26 Milliarden Euro pro Jahr –, wie eine von der Beratungsgesellschaft Becker Büttner Held (BBH) im Auftrag des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) erstellte Studie ermittelt hat. | 512 Mrd. Euro | 2025-2044 | Investitionsbedarf in der (Ab-)Wasserwirtschaft – Studie im Auftrag des VKU Becker Büttner Held (BBH) im Auftrag des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) |
| Die kommunale Wasser- und Abwasserwirtschaft müsste ihre jährlichen Investitionen von zuletzt rund 10 Milliarden Euro auf durchschnittlich rund 40 Milliarden Euro vervierfachen, um den ermittelten Investitionsbedarf der Jahre 2025 bis 2044 zu decken, wie die von Becker Büttner Held (BBH) im Auftrag des VKU erstellte Studie zeigt. | 40 Mrd. Euro pro Jahr | 2025-2044 | Investitionsbedarf in der (Ab-)Wasserwirtschaft – Studie im Auftrag des VKU Becker Büttner Held (BBH) im Auftrag des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) |
| Die öffentliche Abwasserbeseitigung in Deutschland investierte im Jahr 2022 rund 7,0 Milliarden Euro in ihre Kanalnetze und Kläranlagen, wie der Energie- und Wasserwirtschaftsverband BDEW in seiner Datenbroschüre „Abwasserdaten Deutschland" ausweist. | 7,0 Mrd. Euro | 2022 | Abwasserdaten Deutschland – Strukturdaten der Abwasserentsorgung (6., aktualisierte Auflage 2025) BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. |
| Knapp ein Fünftel des öffentlichen Kanalnetzes in Deutschland – hochgerechnet 18,7 Prozent der rund 594.000 Kilometer langen Kanalisation – weist Schäden auf, die kurz- bis mittelfristig saniert werden müssen, wie die DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation für das Erhebungsjahr 2018 ermittelt hat. | 18,7 Prozent | 2018 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020 DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. |
| Die deutsche Abwasserwirtschaft saniert im Schnitt nur rund ein Prozent ihres öffentlichen Kanalnetzes pro Jahr – bei einer angenommenen Nutzungsdauer von 100 Jahren lässt sich der Zustand der Kanalisation damit laut DWA allenfalls halten, aber nicht verbessern. | 1 Prozent pro Jahr | 2014-2018 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020 DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. |
| Aussage | Wert | Jahr | Quelle |
|---|---|---|---|
| Das öffentliche Kanalnetz in Deutschland ist einer Hochrechnung der DWA zufolge im bundesweiten Schnitt 36,9 Jahre alt. | 36,9 Jahre | 2018 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020 (Sonderdruck aus KA Korrespondenz Abwasser, Abfall, 2020, 67. Jg., Heft 12, S. 939–953) DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| Rund 21,1 Prozent des deutschen Kanalnetzes – 130.740,5 von insgesamt 619.283,5 Kilometern – wurden laut amtlicher Statistik bis 1970 gebaut und zählen damit zu den ältesten noch erfassten Netzabschnitten. | 21,1 % | 2022 | Statistischer Bericht – Erhebung der öffentlichen Abwasserentsorgung 2022, Tabelle 32212-02: Kanalnetz zur öffentlichen Abwasserentsorgung nach Baujahr, Art und Flussgebietseinheit Statistisches Bundesamt (Destatis) |
| Beton beziehungsweise Stahlbeton ist mit einem bundesweit hochgerechneten Anteil von 39,3 Prozent das am häufigsten verbaute Rohrmaterial im deutschen Kanalnetz. | 39,3 % | 2018 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020 (Sonderdruck aus KA Korrespondenz Abwasser, Abfall, 2020, 67. Jg., Heft 12, S. 939–953) DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| Steinzeug folgt mit einem hochgerechneten Anteil von 30,8 Prozent als zweithäufigstes Rohrmaterial im deutschen Kanalnetz. | 30,8 % | 2018 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020 (Sonderdruck aus KA Korrespondenz Abwasser, Abfall, 2020, 67. Jg., Heft 12, S. 939–953) DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| Kunststoffrohre kommen bundesweit auf einen hochgerechneten Anteil von 17,7 Prozent am Kanalnetz, und ihr Anteil nimmt laut DWA im Vergleich zu früheren Umfragen weiter zu. | 17,7 % | 2018 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020 (Sonderdruck aus KA Korrespondenz Abwasser, Abfall, 2020, 67. Jg., Heft 12, S. 939–953) DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| In deutschen Großstädten mit mehr als 250.000 Einwohnerinnen und Einwohnern sind laut DWA-Umfrage über 15 Prozent des Kanalnetzes älter als 100 Jahre, das Durchschnittsalter der Kanalisation liegt dort bei 55,4 Jahren. | über 15 % | 2018 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020 (Sonderdruck aus KA Korrespondenz Abwasser, Abfall, 2020, 67. Jg., Heft 12, S. 939–953) DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| Für die Bewertung des Sanierungsbedarfs legt die DWA der deutschen Kanalisation eine angenommene Nutzungs- beziehungsweise Abschreibungsdauer von 100 Jahren zugrunde. | 100 Jahre | 2018 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020 (Sonderdruck aus KA Korrespondenz Abwasser, Abfall, 2020, 67. Jg., Heft 12, S. 939–953) DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. |
| Aussage | Wert | Jahr | Quelle |
|---|---|---|---|
| Im Jahr 2020 stieg der Trinkwassergebrauch durch heiße Sommer und ein pandemiebedingt erhöhtes Hygienebedürfnis auf durchschnittlich bis zu 129 Liter pro Kopf und Tag. | 129 Liter | 2020 | Zahl der Woche / 121 Liter Leitungswasser… BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. |
| Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag die Wasserabgabe an Haushalte und Kleingewerbe in Deutschland im Jahr 2022 bei durchschnittlich 126 Litern je Einwohner und Tag. | 126 Liter | 2022 | Anschlussgrad sowie Wasserabgabe an Haushalte, gewerbliche und sonstige Abnehmer Statistisches Bundesamt (Destatis) |
| In deutschen Haushalten entfallen rund 36 Prozent des täglichen Trinkwassergebrauchs auf Baden, Duschen und Körperpflege – das ist der größte Einzelposten. | 36 % | 2023 | Zahl der Woche / 121 Liter Leitungswasser… BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. |
| Rund 27 Prozent des häuslichen Trinkwassergebrauchs in Deutschland entfallen auf die Toilettenspülung. | 27 % | 2023 | Zahl der Woche / 121 Liter Leitungswasser… BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. |
| Etwa 12 Prozent des täglichen Trinkwassergebrauchs deutscher Haushalte entfallen auf das Wäschewaschen. | 12 % | 2023 | Zahl der Woche / 121 Liter Leitungswasser… BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. |
| Für das Geschirrspülen werden in deutschen Haushalten rund 6 Prozent des täglichen Trinkwassergebrauchs aufgewendet. | 6 % | 2023 | Zahl der Woche / 121 Liter Leitungswasser… BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. |
| Aussage | Wert | Jahr | Quelle |
|---|---|---|---|
| Ein einragender oder schadhafter Anschluss war 2018 mit einem Anteil von 27,3 Prozent die häufigste bauliche Schadensart an öffentlichen Abwasserkanälen in Deutschland, wie die achte DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation ermittelte. | 27,3 % | 2018 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020 (Sonderdruck aus KA Korrespondenz Abwasser, Abfall, 67. Jg., Heft 12/2020, S. 939–953) Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) |
| Rissbildung war 2018 mit einem Anteil von 25,7 Prozent die zweithäufigste bauliche Schadensart an öffentlichen Abwasserkanälen in Deutschland, wie die DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation zeigt. | 25,7 % | 2018 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020 (Sonderdruck aus KA Korrespondenz Abwasser, Abfall, 67. Jg., Heft 12/2020, S. 939–953) Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) |
| Bei 18,6 Prozent der baulichen Schäden an deutschen Abwasserkanälen war 2018 die Rohrverbindung verschoben oder die Dichtung ragte in das Rohrinnere ein, wie die DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation ermittelte. | 18,6 % | 2018 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020 (Sonderdruck aus KA Korrespondenz Abwasser, Abfall, 67. Jg., Heft 12/2020, S. 939–953) Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) |
| Wurzeleinwuchs verursachte 2018 mit 33,7 Prozent gut ein Drittel aller betrieblichen Schäden an öffentlichen Abwasserkanälen in Deutschland, wie die DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation zeigt. | 33,7 % | 2018 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020 (Sonderdruck aus KA Korrespondenz Abwasser, Abfall, 67. Jg., Heft 12/2020, S. 939–953) Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) |
| Anhaftende Stoffe im Rohrinneren waren 2018 für 20,5 Prozent der betrieblichen Schäden an deutschen Abwasserkanälen verantwortlich und damit nach Wurzeleinwuchs die zweithäufigste betriebliche Schadensursache, so die DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation. | 20,5 % | 2018 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020 (Sonderdruck aus KA Korrespondenz Abwasser, Abfall, 67. Jg., Heft 12/2020, S. 939–953) Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) |
| Ablagerungen im Kanal verursachten 2018 einen Anteil von 16,6 Prozent der betrieblichen Schäden an öffentlichen Abwasserkanälen in Deutschland, wie die DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation zeigt. | 16,6 % | 2018 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020 (Sonderdruck aus KA Korrespondenz Abwasser, Abfall, 67. Jg., Heft 12/2020, S. 939–953) Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) |
| Infiltration, also eindringendes Fremdwasser an undichten Stellen des Kanals, wurde 2018 bei 17,7 Prozent der betrieblichen Schäden an deutschen Abwasserkanälen festgestellt, wie die DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation zeigt. | 17,7 % | 2018 | Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020 (Sonderdruck aus KA Korrespondenz Abwasser, Abfall, 67. Jg., Heft 12/2020, S. 939–953) Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) |
| Aussage | Wert | Jahr | Quelle |
|---|---|---|---|
| Die Schaden-Kostenquote (Combined Ratio) der Verbundenen Wohngebäudeversicherung lag 2024 bei 99,6 Prozent, nach 103,3 Prozent im Jahr 2023. | 99,6 % | 2024 | Statistiken zur deutschen Versicherungswirtschaft 2025 (Statistisches Taschenbuch), Tab. 74 "Geschäftsentwicklung in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung" Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Die gebuchten Bruttobeiträge in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung stiegen 2024 um 11,9 Prozent auf 13.254 Millionen Euro, nach einem Plus von 16,5 Prozent im Vorjahr. | 13.254 Mio. Euro (+11,9 %) | 2024 | Statistiken zur deutschen Versicherungswirtschaft 2025 (Statistisches Taschenbuch), Tab. 74 "Geschäftsentwicklung in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung" Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Im Durchschnitt der Jahre 2005 bis 2024 entfielen 49 Prozent des jährlichen Schadenaufwands von rund 5,5 Milliarden Euro in der Wohngebäudeversicherung auf Leitungswasserschäden – mehr als auf jede andere Einzelgefahr. | 49 % | 2005-2024 | Datenservice zum Naturgefahrenreport 2025, S. 18, Grafik "Wohngebäudeversicherung. Schadenaufwand nach Gefahren 2005–2024" Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle (Leistungen) in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung erreichten 2024 9.450 Millionen Euro – ein Plus von 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. | 9.450 Mio. Euro (+9,4 %) | 2024 | Statistiken zur deutschen Versicherungswirtschaft 2025 (Statistisches Taschenbuch), Tab. 74 "Geschäftsentwicklung in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung" Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Die Schadenquote der Verbundenen Wohngebäudeversicherung, also das Verhältnis der Versicherungsleistungen zu den verdienten Beiträgen, sank 2024 auf 72,8 Prozent, von 75,3 Prozent im Jahr 2023. | 72,8 % | 2024 | Statistiken zur deutschen Versicherungswirtschaft 2025 (Statistisches Taschenbuch), Tab. 74 "Geschäftsentwicklung in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung" Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Zwischen 2010 und 2020 wuchsen die Bruttobeiträge in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung im Jahresdurchschnitt um 6,3 Prozent. | 6,3 % p. a. | 2010-2020 | Statistiken zur deutschen Versicherungswirtschaft 2025 (Statistisches Taschenbuch), Tab. 74, Abschnitt "jahresdurchschnittliche Veränderungsraten" Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Aussage | Wert | Jahr | Quelle |
|---|---|---|---|
| Aktuellere GDV-Zahl (Medieninformation vom 30.04.2026): 2025 sanken die Elementarschäden (u.a. Starkregen/Überschwemmung) in der deutschen Sachversicherung auf rund 400 Mio. Euro – ein starker Rückgang gegenüber den 2,6 Mrd. Euro in 2024. | ~400 Mio. Euro (2025) statt 2,6 Mrd. Euro (2024) | 2024 | GDV-Naturgefahrenstatistik 2024: Hochwasserschäden mehr als verdoppelt Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Aktuellere GDV-Zahl (Medieninformation vom 30.04.2026): 2025 zählten die deutschen Sachversicherer nur noch rund 88.000 Elementarschäden mit einem Schadenaufwand von rund 400 Mio. Euro (statt 255.000 Schäden / 2,6 Mrd. Euro in 2024). Einen Schadendurchschnitt je Fall für 2025 hat GDV in dieser Meldung nicht beziffert. | ~88.000 Schäden (2025) statt 255.000 (2024) | 2024 | Datenservice zum Naturgefahrenreport 2025 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Ende 2024 waren rund 57 Prozent der Wohngebäude in Deutschland – rund 10,2 Millionen Gebäude – gegen Überschwemmung durch Starkregen und Hochwasser sowie weitere Elementargefahren versichert, wie der GDV in seiner Statistik zur Elementarschadenversicherung mitteilt. | 57 % | 2024 | Versicherungsquote bei Elementarschadenversicherung steigt kontinuierlich Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Die durchschnittlichen jährlichen Elementarschäden in der deutschen Sachversicherung sind laut GDV im Zehnjahresvergleich von rund 1,4 Milliarden Euro (2000 bis 2009) auf rund 2,4 Milliarden Euro (2016 bis 2025) gestiegen. | 2,4 Mrd. Euro | 2016–2025 | 950 Millionen Euro Schäden durch Naturgefahren im ersten Halbjahr 2026 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Das bislang schadenreichste Jahr für die Elementarschadenversicherung in Deutschland war 2021, als Starkregen, Sturzfluten und Hochwasser – allen voran die Flutkatastrophe im Ahrtal – der Sachversicherung Elementarschäden von 12,6 Milliarden Euro bescherten, wie aus der Schadenzeitreihe des GDV hervorgeht. | 12,6 Mrd. Euro | 2021 | Datenservice zum Naturgefahrenreport 2025 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Im ersten Halbjahr 2026 verursachten Starkregen und Überschwemmung in der deutschen Sachversicherung Schäden von rund 200 Millionen Euro und damit doppelt so viel wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, wie der GDV Anfang September 2026 mitteilte. | 200 Mio. Euro | 1. Halbjahr 2026 | 950 Millionen Euro Schäden durch Naturgefahren im ersten Halbjahr 2026 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) |
| Aussage | Wert | Jahr | Quelle |
|---|---|---|---|
| Nach § 9 des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes gilt in Deutschland abgegebenes Trinkwasser als „hart“, sobald es mehr als 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter beziehungsweise mehr als 14 Grad deutscher Härte enthält. | > 2,5 mmol/l CaCO₃ (> 14 °dH) | 2007 | Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG), § 9 Angabe der Wasserhärtebereiche Deutscher Bundestag (Wasch- und Reinigungsmittelgesetz, WRMG) |
| Als „weich“ definiert das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz Trinkwasser mit weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter, was etwa 8,4 Grad deutscher Härte entspricht, während der Bereich „mittel“ von 1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter reicht. | < 1,5 mmol/l CaCO₃ (< 8,4 °dH) | 2007 | Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG), § 9 Angabe der Wasserhärtebereiche Deutscher Bundestag (Wasch- und Reinigungsmittelgesetz, WRMG) |
| Das von den Berliner Wasserbetrieben abgegebene Trinkwasser hat nach eigenen Angaben des Unternehmens eine Gesamthärte von 14 Grad deutscher Härte und gilt damit als eher hartes Wasser. Dies ist ein vereinfachter citywide-Richtwert auf der allgemeinen BWB-Infoseite; je nach Wasserwerk/Bezirk kann die tatsächliche Härte davon abweichen (laut Drittquellen, die sich auf detailliertere BWB-Daten berufen, etwa zwischen rund 15 und über 20 °dH). | 14 °dH | 2026 (laufende Angabe auf bwb.de; kein gesondertes historisches Bezugsjahr genannt) | Wasserqualität – Berliner Wasserbetriebe Berliner Wasserbetriebe |
| Eine 2023 vom TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) im Auftrag des Herstellerverbands figawa erstellte Ökobilanz-Studie ermittelte im betrachteten Ausgangsszenario für die einbezogenen Prozesse (u. a. Warmwasserbereitung, Wasch-, Reinigungs- und Entkalkungsmittel) eine Verringerung der CO2-Äquivalente um 8 Prozent gegenüber dem Referenzszenario ohne Enthärtung – wobei die vom Enthärter selbst verursachten Mehremissionen durch Einsparungen an anderer Stelle überkompensiert werden. Die Studie weist selbst darauf hin, dass dieser Unterschied gemessen an den durchschnittlichen Pro-Kopf-Treibhausgasemissionen in Europa mit rund 0,1 % vergleichsweise gering ist. | 8 % CO2-Äquivalente, bezogen nur auf die im Ausgangsszenario einbezogenen Prozesse (nicht die gesamte Haushalts-Klimabilanz); laut Studie entspricht dies nur ca. 0,1 % der durchschnittlichen Pro-Kopf-Treibhausgasemissionen in Europa | 2023 | Einsatz von Enthärtungs-Anlagen mittels Kationen-Austausch in der Trink-Wasserinstallation – Folgenabschätzung von dezentralen Enthärtungsanlagen mittels Ionenaustausch TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser / Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) |
| Einer vom DVGW zitierten Untersuchung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) zufolge mindert bereits eine ein Millimeter starke Kalkschicht auf den Heizelementen von Warmwassererzeugern den Wärmeübergang um rund 10 Prozent und erhöht dadurch den Energieverbrauch. | ca. 10 % geringerer Wärmeübergang pro 1 mm Kalkschicht | unbekannt – DEHOGA-Originalstudie nicht auffindbar; Angabe zitiert in DVGW-Publikation, Stand März 2024 | DVGW-Kompaktinfo für Trinkwasser: Wasseraufbereitung in der Trinkwasserinstallation (Stand März 2024) – dort zitiert: DEHOGA-Studie Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) · Sekundärquelle |
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Dass Leitungswasser laut GDV zwischen 2004 und 2023 mit 49 Prozent knapp die Hälfte des gesamten Schadenaufwands der Wohngebäudeversicherung verursachte – mehr als jede andere einzelne Schadenursache.
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